Die Kirche in Poppendorf

...eine der schönsten Kirchen in Franken

Die Kirche St. Georg in Poppendorf gehört zum Seelsorgebereich Hausen - Heroldsbach und ist das Wahrzeichen Popperdorfs. Die mittelalterliche St. Georgskirche am Südwestrand liegt etwas erhöht inmitten von Wiesen und gehört baulich mit zum Schönsten, was im Landkreis Forchheim, ja im ganzen Gebiet, zu sehen ist. Die Kapelle zählt zu den ältesten Kirchen Frankens, sie wurde im 9. oder 10. Jahrhundert an Stelle der germanischen Kultstätten errichtet. Zum ersten Mal wurde die St. Georgskirche in dem vom 26.11.1405 erwähnten Vertrag zwischen Konrad Gottsmann und dem Forchheimer St. Martinsstift genannt. Mit der Kirche war bis ins Jahr 1800 eine alte Pferdewallfahrt verbunden. Die Umritte fanden am 23. April, dem Georgi-Fest, statt.

Kirche St. Georg in Poppendorf
Der jetzige, kunsthistorisch sehr bedeutsame Bau, stammt in seinem Langhaus noch aus dem hohen Mittelalter (um 1300). Der Turm wurde im 15. Jahrh. neu aufgeführt. 1629 wurde die bereits verfallene Kirche nach einem Brand wiederhergestellt. Nach der Innen- und Außenrestaurierung 1964 erfolgte eine weitere Außenrenovierung im Jahre 1985 unter Pfarrer Konrad Dorn. 2018 wurde die letzte Innen- und Außenrenovierung durchgeführt. Am Sonntag, den 08.07.2018 folgten die Poppendorfer der Einladung zu einer Eucharistiefeier mit anschließender schriftlichen
Farbabstimmung für den Neuanstrich der Kapelle.

Hochzeit an der Kirche in Poppendorf
Übers Jahr hinweg finden immer wieder Festgottesdienste und Andachten wie z.B. der Gottesdienst am Palmsonntag mit Palmweihe, der Kirchweihgottesdienst am vierten Sonntag im August und ein Neujahrsgottesdienst statt. Regelmäßig, alle zwei Wochen, an den Freitagen besteht dazu die Möglichkeit am Rosenkranzgebet und an der anschließende Eucharistiefeier in der gemütlichen Kirche teilzunehmen. Alle Kirchentermine können dem Kalender entnommen werden.

Die kleine Kirche wird wegen ihrem besonders romantischen Ambientes auch sehr gerne für Familienfeiern wie Trauungen und Taufen genutzt.

Jeden Pfingstmontag findet an der der St. Georgs Kapelle ein Gottesdienst mit Fahrzeugweihe statt. Entstanden ist dieser Brauch aus den Biker-Gottesdiensten mit Fahrzeugsegnung in den Vorjahren. Die Fahrzeugsegnung ist im Anschluß des Gottesdienstes für alle anwesenden Fahrzeuge. Nach dem Gottesdienst und der Fahrzeugsegung besteht die Möglichkeit sich mit einem Steak, Bratwürsten und verschiedenen Getränken zu stärken und sich in gemütlicher Runde zu unterhalten.

Die Kirche ist dem Heiligen Georg als Kirchenpatron geweiht und ist eine Filialkirche der katholischen Pfarrei Heroldsbach.

 

Poppendorfer Ministranten

Ein noch immer gelebter Osterbrauch in Poppendorf ist es, dass die Ministranten von Gründonnerstag an bis Karsamstag mit ihren Raspeln (Ratschen, Kläppern) mehrmals am Tag durchs Dorf laufen. Mit ihren traditionellen „Instrumenten“, die teilweise von Generation zu Generation weitergegeben werden, sollen die Kirchenglocken ersetzt werden, die zu dieser Zeit nicht läuten.

Der Lohn dafür wird am Karsamstagnachmittag oder dem Ostersonntag vormittags in Form von Ostereiern, Süßigkeiten oder Geld von den Kindern mit dem Bollerwagen von Haus zu Haus eingefahren.

 

 

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